Finanzbildung bei Jugendlichen

Finanzbildung von Jugendlichen

Finanzbildung ist Schuldenprävention

Entscheidungen die du jetzt im Jugendalter triffst, beeinflussen dein gesamtes weiteres Leben nachhaltig. Darauf werden junge Menschen in bezug auf Finanzen nicht ausreichend vorbereitet. Der Fachausdruck für einen umfassenden Überblick ist Finanzbildung.

Das tolle daran ist, mit bereits wenigen Stunden kannst du dir schon ein Bild machen und weißt worauf du achten kannst. Ein Beispiel: Wenn du annimmst, dass dein Bankberater nur das beste für dich möchte, dann überlege, welche Interessen die Bank haben könnte, wenn du ein Produkt bei ihnen abschließt.

Es gibt einige entscheidene Faktoren die dazu führen, in welche Richtung dein Leben finanziell gehen kann. Im aktuellen Schuldenreport 2021 kannst du einen Überblick bekommen, welche das sind.

Natürlich geht es neben der Schuldenvermeidung auch um Einnahmen. Wieviel sparst du? Macht es überhaupt Sinn? Wem kann ich tatsächlich vertrauen, der sich auskennt? Auf diese Fragen und viele weitere, habe ich eine Antwort. 😉

Fazit: Durch Finanzbildung können Jugendliche erkennen, was die größten Schuldentreiber sind und können gezielt gegensteuern. Ein Bewusst-Werden über das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben sind die Basis aller Finanzentscheidungen.

Preisentwicklung von Immobilien in Österreich

Preisentwicklung

von Immobilien in Österreich

Immobilienpreisentwicklung gesamt Österreich

Der Preisindex für Wohnraum für Gesamtösterreich ergibt eine Preissteigerung seit 2000 von 140 %. Das ist eine imposante Entwicklung von 6,5 % bei einer linearen (=gleichmäßigen) Entwicklung seit dem Jahr 2000.

So richtig Bewegung in den Markt gab es erst seit 2005. Würde erst ab hier die Aufwärtsentwicklung gemessen, so ergäbe sich eine noch steilere Performance von 8,75 % pro Jahr!

Unterm Strich ist das, was man als Vermögenspreisinflation benennen mag. (Wenn eine Assetklasse sich vom Markt abzukoppeln scheint und die Preise klettern und klettern.) Zum Leidwesen von Menschen die sich mit ihrem Zuhause im Grundbuch verewigen wollen.

Fazit: Immobilien als Geldanlage waren in der Vergangenheit ein exzellenter Wertespeicher. Aktuell haben sich die Preise vom „normalen“ Niveau abgekoppelt.

Registrierkassenpflicht – Cui bono?

Registrierkassenpflicht - Cui bono?

Seit 2016 gilt in Österreich die Registrierkassenpflicht. Betriebe sind zur Verwendung einer Registrierkasse verpflichtet, wenn die Jahresumsätze 15.000 € und die Barumsätze 7.500 € überschreiten. Ausnahmen sind für bestimmte Unternehmensarten und Umsätze möglich. Das heißt, dass jeder Bon signiert und ein Datenerfassungsprotokoll geführt werden muss.

Bei Beträgen größer EUR 400,-- muss der Käufer (!) namentlich registriert werden.

Eine Registrierkasse kann nur umgangen werden, wenn die Umsätze elektronisch bezahlt werden.

Wird nicht in EUR bezahlt/überwiesen sondern mit anderen Devisen, Edelmetallen, Kryptowährungen, Gutscheinen gilt dies ebenfalls als Barumsatz und muss bei entsprechender Überschreitung mit einer Registrierkasse aufgenommen werden.

Quelle: WKO

 

Grundsätzlich ist die Idee einer Kasse, die alles automatisch aufnimmt, verbucht, druckt usw. praktisch. Die Tendenzen, dass dieses Tool jedoch direkt an Finanzonline gebunden ist, lässt aufhorchen. Noch werden nicht alle einzelnen Datensätze in realtime direkt übermittelt, aber die Basis ist geschaffen. Es liese sich in einigen Jahren die Datenmasse individualisieren. D.h. zu jedem Menschen gibt es auf Abruf ein genaues Profil.

Das Argument der Steuerhinterziehung ist schwer nach zu vollziehen. Denn wenn Betrüger keine Steuern bezahlen, dann bezahlen Sie es mit einer Registrierkasse genauso wenig. Wenn diese Frage ausgehebelt ist, stellt sich die nächste: Wer kann noch Interesse daran haben?

Fazit: Bargeld ist unser höchstes Gut und garantiert Privatsphäre. Auch in diesem Teilbereich gab es Restriktionen. Nutzen Sie noch Ihren (anonymen) Spielraum!

Ist eine Lebensversicherung sinnvoll?

Ist eine Lebensversicherung sinnvoll?

Ich habe viele Jahre Erlebens- und Ablebensversicherungen verkauft. Ich kenne viele Argumente die für oder gegen eine Versicherung sprechen sollen. Ich kenne auch das Kleingedruckte. Nutzen Sie meine Erfahrung und stellen Sie Ihrem Versicherungsvertreter die richtigen Fragen.

Lebensversicherungen unterscheiden sich nach Anlageform und Auszahlungsmodalität:

  • Er- und Ablebensversicherung (1)
  • Risikoversicherung
  • Rentenversicherung
  • Fonds- und Indexgebundene Lebensversicherung (2)

 

(1) Er- und Ablebensversicherungen

Der Gesamtertrag besteht aus zwei Komponenten:

  • der garantierten Verzinsung und
  • der variablen Gewinnbeteiligung

Die FMA legt fest, wie hoch die von einem Versicherungsunternehmen bei Vertragsabschluss garantierte Verzinsung maximal sein darf.

Garantierte Verzinsung

Bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsumfeld hat die FMA den höchstzulässigen Zinssatz für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen in der Lebensversicherung sowie in der prämienbegünstigen Zukunftsvorsorge ab 1. Jänner 2017 auf 0,5% abgesenkt. D.h. für Verträge die nach dem 31.12.2016 abgeschlossen wurden gilt dieser Höchstzinssatz.

Für Verträge die davor abgeschlossen wurden gilt folgende Tabelle:

 

Variable Gewinnbeteiligung

Zusätzlich zur garantierten Versicherungssumme bekommen Sie möglicherweise eine Gewinnbeteiligung. Die variable Gewinnbeteiligung ist die Beteiligung des Versicherungsnehmers am Erfolg des Versicherungsunternehmens. Die Höhe der Gewinnbeteiligung hängt von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab und kann im Vorhinein nicht garantiert werden. Achten Sie in den Versicherungs-Antragsunterlagen auf die Informationen zur variablen Gewinnbeteiligung.

 

Deckungsstock

Für Er- und Ablebensversicherungen wird vom Versicherungsunternehmen ein Deckungsstock gebildet. Das bedeutet, dass das für Sie veranlagte Kapital getrennt vom übrigen Vermögen der Versicherung verwaltet werden muss. Der Deckungsstock bildet im Konkurs eine Sondermasse, aus der die Ansprüche der Versicherten bevorzugt zu befriedigen sind. Der Deckungsstock soll die volle Befriedigung der Versicherten im Konkursfall gewährleisten.

 

Gebühren (Eingezahlte Prämie ungleich Sparprämie)

Bitte beachten Sie, dass von der einbezahlten Prämie die Versicherungssteuer, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Risikokosten und eine eventuelle Provision eines Vermittlers abgezogen werden. Der Restbetrag (Sparprämie) wird veranlagt oder mit dem Garantiezinssatz verzinst.

 

Anmerkung: Wenn Sie bei einer klassischen Er-/Ablebensversicherung mit einer Laufzeit größer 10 Jahre und einer monatlichen Prämie von EUR 100,--  ausgehen, müssen Sie 4,-- Versicherungssteuer zahlen. Nehmen wir die übrigen Kosten mit nur 1,-- an. So muss die Versicherung es schaffen, mit EUR 95,-- mindestens 5,26 % zu erwirtschaften, dass sie auf die ursprüngliche Einzahlungsprämie kommt. Auf das (Nicht-)Vorhandensein eines Mehrertrages können Sie Ihren Versicherungsmakler ansprechen.

 

 

(2) Fonds- und Indexgebundene Lebensversicherungen

Ertrag bei Fonds- und Indexgebundenen LV

Es gibt keine bestimmte Versicherungsleistung. Sie bekommen den aktuellen Wert und somit Anteilshöhe eines Fonds oder nachgebildeten Index. Die Wertentwicklung ist nicht vorhersehbar und ist Schwankungen unterworfen. Der Versicherungsnehmer trägt das Veranlagungsrisiko. Auch hier gilt:

 

Versicherungssteuer

 

Quellen: FMA Österreich & BMF

Fazit: Sehen Sie sich Ihre Verträge genau an und überprüfen diese selbst auf Plausibilität. Rechnen Sie nach – in der Regel sind Verträge, nach der Jahrtausendwende abgeschlossen, nicht mehr profitabel.