Registrierkassenpflicht - Cui bono?

Seit 2016 gilt in Österreich die Registrierkassenpflicht. Betriebe sind zur Verwendung einer Registrierkasse verpflichtet, wenn die Jahresumsätze 15.000 € und die Barumsätze 7.500 € überschreiten. Ausnahmen sind für bestimmte Unternehmensarten und Umsätze möglich. Das heißt, dass jeder Bon signiert und ein Datenerfassungsprotokoll geführt werden muss.

Bei Beträgen größer EUR 400,-- muss der Käufer (!) namentlich registriert werden.

Eine Registrierkasse kann nur umgangen werden, wenn die Umsätze elektronisch bezahlt werden.

Wird nicht in EUR bezahlt/überwiesen sondern mit anderen Devisen, Edelmetallen, Kryptowährungen, Gutscheinen gilt dies ebenfalls als Barumsatz und muss bei entsprechender Überschreitung mit einer Registrierkasse aufgenommen werden.

Quelle: WKO

 

Grundsätzlich ist die Idee einer Kasse, die alles automatisch aufnimmt, verbucht, druckt usw. praktisch. Die Tendenzen, dass dieses Tool jedoch direkt an Finanzonline gebunden ist, lässt aufhorchen. Noch werden nicht alle einzelnen Datensätze in realtime direkt übermittelt, aber die Basis ist geschaffen. Es liese sich in einigen Jahren die Datenmasse individualisieren. D.h. zu jedem Menschen gibt es auf Abruf ein genaues Profil.

Das Argument der Steuerhinterziehung ist schwer nach zu vollziehen. Denn wenn Betrüger keine Steuern bezahlen, dann bezahlen Sie es mit einer Registrierkasse genauso wenig. Wenn diese Frage ausgehebelt ist, stellt sich die nächste: Wer kann noch Interesse daran haben?

Fazit: Bargeld ist unser höchstes Gut und garantiert Privatsphäre. Auch in diesem Teilbereich gab es Restriktionen. Nutzen Sie noch Ihren (anonymen) Spielraum!

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